Leibnizianer Schülerfirmen treten im Landeswettbewerb des Projekts Junior an

Von Katrin Strasser

Der große Tag naht. Und wer momentan diesem Tag aufgeregter entgegenfiebert, lässt sich letztlich wohl nicht wirklich klären: „Wir fahren nach Stuttgart“, lautet die frohe Botschaft, die sowohl die Mitglieder der Schülerfirma Mattentat vom Leibniz-Gymnasium als auch deren Mitschüler, die Betreiber der Firma Spielmacher, gleichermaßen verkünden. Dort findet am kommenden Mittwoch der Landeswettbewerb des Projekts Junior statt.

„Unsere beiden Schülerfirmen sind aus über 100 Schülerfirmen ausgewählt worden und treten nun gegen acht weitere Firmen auf Landesebene an“, erklärt Wirtschaftslehrerin Silke Pach und ist mindestens genauso gespannt wie ihre Schüler selbst. Auf einer messeartigen Veranstaltung im Haus der Wirtschaft in Stuttgart müssen die Auserwählten nun vor hochrangigen Vertretern des Instituts der deutschen Wirtschaft, der Industrie- und Handelskammer sowie des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall, vor Wirtschaftswissenschaftler der Hochschulen und auch vor Vertretern des Kultusministeriums Baden-Württemberg ihre Geschäftsidee sowie den Geschäftsbericht präsentieren. Zudem werde der Messestand sowie eine geforderte Bühnenpräsentation bewertet, so Pach. Und nicht zuletzt müssten sich die Leibnizianer einem ausführlichen Interview mit einem Fachgremium stellen.

Großes haben sich deshalb Geschäftsführerin Carina Klaussner und ihr Team von Spielmacher vorgenommen: Da ihr Testturm-Spiel in den vergangenen Monaten der große Verkaufsschlager war, bauen sich die Schüler nun gerade einen überdimensionalen Testturm aus Pappe. „Dieser soll nicht nur unsere Geschäftsidee aufzeigen, sondern uns gleichzeitig auch als Präsentationsplattform dienen“, erläutert die Elftklässlerin. Und auch Marcel Kammerer, Geschäftsführer von Mattentat, weiß inzwischen längst, wie viel Kraft und Knowhow das Führen eines erfolgreichen Unternehmens bedeutet: Längst liegen die begehrten Fußmatten mit Rottweiler Motiven in unzähligen Haushalten in Rottweil und Umgebung. „Auf unseren Umsatz von mehr als 7000 Euro sind wir wahnsinnig stolz“, verrät Kammerer. Dennoch sei dieser Verdienst eben auch mit viel Zeitaufwand verbunden gewesen, Zeit, die man als Oberstufenschüler durchaus auch einmal anders einsetzen könnte.

Mit der Herausforderung, gegen die besten Schülerfirmen im Ländle anzutreten, sind alle Mühen der vergangenen Wochen längst vergessen. „Beide Firmen haben auch große Chancen, eine Runde weiterzukommen“, ist sich Silke Pach sicher. Nicht nur sie drückt deshalb am kommenden Mittwoch die Daumen, dass das Leibniz-Gymnasium auch auf Bundesebene im Wettbewerb des Projekts Junior vertreten sein wird. Und dann wird es heißen: „Wir fahren nach Berlin.“