Schüler des Leibniz-Forschungszentrums bei Jugend-forscht-Landeswettbewerb erfolgreich / Dritter Platz mit Sonderpreis

Von Jana Müller, Jugendredaktion

 

Sieben Fachbereiche, 65 Projekte, 140 Teilnehmer aus ganz Baden-Württemberg – auch dieses Jahr war der Jugend-forscht-Landeswettbewerb wieder dicht besetzt mit ehrgeizigen Schülerprojekten. Mit dabei: eine Schülergruppe des Leibniz-Forschungszentrums in Rottweil. Tamara Lude (18), Tobias Heinz (17) und Jana Müller (18) hatten sich mit der Messboje „Pelagus“ durch den Sieg beim Regionalwettbewerb in Tuttlingen für die Teilnahme in Stuttgart qualifiziert.

Nun ist es Mittwoch, 16. März, und in der Schwabenlandhalle in Stuttgart tummeln sich die Gewinner der Regionalwettbewerbe aus dem ganzen Bundesland. Darunter sind auch die drei Rottweiler Abiturienten zu finden. Gut gelaunt, aber genauso angespannt werden die Stände für den 51. Landeswettbewerb aufgebaut. „Neues kommt von Neugier“ lautet das Motto, unter dem die Robert Bosch GmbH die Veranstaltung schon Monate im Voraus organisierte und nun schließlich ausrichtet. Der sichtbare Aufwand verdeutlicht einmal wieder, welchen Stellenwert Nachwuchsförderung einnimmt, mit Sicherheit wird der Konzern allen teilnehmenden Jugendlichen in positiver Erinnerung bleiben. So erklärte ein Juror, es lohnten sich sämtliche Mühen und Kosten für das austragende Unternehmen schon, wenn ein Teilnehmen nur ein Jahr bei der Bosch GmbH arbeiten würde. Doch soweit denkt an diesem Mittwoch niemand, genauer gesagt, nicht weiter als bis zum nächsten Tag.

Es ist Donnerstag, 17. März, und Tag der Jurypräsentationen. Auch Tamara, Tobias und Jana bemühen sich ihr Projekt im Fachbereich Technik bestmöglich zu präsentieren. Dabei handelt es sich um eine Datenboje, die ein umfangreiches ökologisches Bild eines Gewässers fertigen kann. Doch die Konkurrenz ist groß, denn unter den engagierten Schülerprojekten ist einiges geboten: Die Bandbreite reicht vom vollautomatischen Cocktailmixer über Pflanzenkeimlinge auf der Raumstation ISS bis zur optimierten Teslaspule. Mit der Ankunft der sechsköpfigen Fachjury, alle betitelt als Doktoren, Ingenieure oder Professoren, weicht die Aufregung im Team. Es gilt, das Projekt professionell und möglichst platzierungswürdig zu verkaufen. Schnell stellt sich heraus: keine leichte Aufgabe, denn die Juroren zeigen gekonnt kaum Reaktion, geschweige denn ein freundliches Lächeln. Doch die Anstrengungen des Tages zahlen sich schon beim gemeinsamen Abendprogramm in der Wilhelma aus, die eigens für die Jungforscher ihre Türen öffnete.

Endlich kommt der Freitag, 18. März, an dem die Ergebnisse verkündet werden. Während der Morgenstunden und somit während der Besuche von Lehrern und Verwandten, aber auch von Radio und Fernsehen, sind nicht nur die Leibniz-Schüler gespannt, ob ihre drei Jahre andauernde Arbeit belohnt wird. Auch die Betreuer Jürgen Gräber und Felix Böhm (17) fiebern mit dem Team. So meint Felix: „Das Niveau ist schon spürbar höher, als noch beim Regionalwettbewerb in Tuttlingen.“ Umso größer fällt die Freude aus, als Tamara, Tobias und Jana vom Ergebnis erfahren: dritter Platz in der Kategorie Technik plus Sonderpreis „Qualitätssicherung durch zerstörungsfreie Prüfung“ plus Forschungspraktikum mit Thema Gewässerschutz in Bremerhaven.

So können die drei Rottweiler und ihre Betreuer zufrieden nach Hause fahren, beladen mit Erfahrungen, neuen Bekanntschaften und einem Platz unter den besten Jungforschern des Landes, was beweist: Von Neugier kommt noch ein bisschen mehr als nur Neues.