Am LG arbeitet der Schulsanitätsdienst mit festem Dienstplan

von Katrin Strasser

Auf den leuchtend blauen T-Shirts prangt vor gelbem Hintergrund ein rotes Kreuz: In Anlehnung an Superman wollten die rund 25 Schüler vom Leibniz-Gymnasium vor allem eines: auffallen. Allerdings nicht, um besonders cool oder modisch bewusst zu erscheinen, sondern um ihren Dienst als Schulsanitäter besonders effizient erfüllen zu können.

Seit dem vergangenen Schuljahr sind die beiden LG-Lehrerinnen Beatrice Stengel und Anke Wohlgemuth dabei, den Schulsanitätsdienst aufzubauen. Die Idee, die dahinter steckt, ist es, dass Schüler ab Klasse 7 selbst Verantwortung übernehmen für andere, um in Notfällen erste Hilfe leisten zu können. Zum Einsatz kommen die Schulsanitäter dabei nach festem Dienstplan. Dieser hängt an der Tür des Raumes 108, der nun dank des Neubaus zum Krankenzimmer habe umfunktioniert werden können, so der stellvertretende Schulleiter, Rüdiger Gulde. Zur Einweihung des neuen Raumes erhielten die Schüler ihre Bescheinigungen von Sven Lotze vom DRK-Kreisverband, da sie alle nun einen Erste-Hilfe-Kurs erfolgreich abgeschlossen haben. Ein Highlight stellte Lotze den Schüler dabei in Aussicht: Bald schon dürfen sie die Leitstelle in Rottweil und einen Rettungswagen besichtigen. Und auch Thomas Herrmann von der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg würdigte das besondere Engagement der Schüler, das mit einem großen Maß an Verantwortung verknüpft sei. Er stellte dem Leibniz-Gymnasium einen perfekt gefüllten Sanitätsrucksack zur Verfügung.

Das wohl wichtigste Utensil der Schulsanitäter ist ein Notfallhandy, das im dritten Stock fest installiert ist und über das jeder Schüler die Dienst habenden Ersthelfer rufen können. Gute Dienste hat die Anlage seither schon mehrfach geleistet. „Wir waren sofort bereit, als Freundeskreis der Schule die Anschaffung einer solchen SOS-Anlage zu tätigen“, betont der Freundeskreis-Vorsitzende Jürgen Keßler. Und Elke Schmidberger, die den Vorsitz gemeinsam mit Keßler führt, ergänzt: „Auch die T-Shirts haben wir gerne finanziert, denn damit erkennen alle Leibnizianer sofort, an wen sie sich bei Bedarf wenden können.“ Für Beatrice Stengel und Anke Wohlgemuth ist mit der Ausrüstung ihres Dienstes aber die Arbeit noch lange nicht zu Ende: Beide haben sich dazu ausbilden lassen, dass sie selbst die Schüler zu Ersthelfern ausbilden können. „Wir werden unsere Helfer nun regelmäßig schulen und auch weiterbilden“, so Stengel. „Und gleichzeitig müssen wir uns darum kümmern, dass der Schulsanitätsdienst immer engagierten Nachwuchs erhält, wenn wieder ein Jahrgang die Schule verlässt“, ergänzt Wohlgemuth.