rottweil.life und boddel-me sind in Stuttgart beim Landeswettbewerb

von Evelyn Lizenberg, Jule Schlecht, Alexandra Flaig – Jugendredaktion des LG



Die Freude war groß, als der Wirtschaftskurs von Silke Pach gestern erfahren durfte, dass gleich beide Schülerfirmen aus 224 Bewerbungen ausgewählt wurden und für den diesjährigen Landeswettbewerb zugelassen sind.

Die hochkarätige Jury, die sich aus großen Unternehmen und Verbänden der Wirtschaft, unter anderem Süd-Westmetall und Mahle, sowie dem Wirtschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg zusammensetzt, sind sowohl von der Geschäftsidee als auch der Umsetzung der beiden Schülerfirmen rottweil.life und boddel-me überzeugt.

„Damit sind wir unter den 10 besten Schülerfirmen des Landes“, freute sich gestern der Geschäftsführer von rottweil.life, Enrico Güntert, zusammen mit seinen Klassenkameraden. Mit einer App, die in den letzten Zügen ist und im nächsten Monat bei Google und Apple Store erhältlich sein soll, konnten sie beim Junior-Wettbewerb punkten. Geschickt wird ein virtueller Stadtrundgang mit einem Quiz verknüpft und so Sightseeing mit spielerischen Elementen und spannenden Geschichten rund um Rottweils Historie verbunden. Am Ende locken auch Gewinne, die im Spiel erzielt und im Anschluss in den Rottweiler Geschäften entsprechend umgesetzt werden können. Der Ausrichter des Wettbewerbs, das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln, war aber nicht nur von der raffinierten Geschäftsidee überzeugt, sondern auch von der großartigen Programmierleistung, die hinter diesem Projekt steckt. „Da haben wir wirklich was gewuppt“, sind sich die beiden Programmierer Johannes Zill und Philipp Kaufmann einig. „Trotz Corona-Krise haben wir aber auch ein echtes Glück mit unseren Kooperationspartnern.“, erklären die beiden Marketingler Hüseyin Manaz und Sven Peter und bestätigen, was für eine tolle Unterstützung sie mit Hugger Gestaltung, dem Geschichts- und Altertumsverein, dem Stadtarchiv und vor allem dem Gewerbe- und Handelsverein in Rottweil haben.

Hier schließt sich auch Dominik Flaig, Geschäftsführer der Schülerfirma „boddel-me“, seinen Vorrednern an. „Vor allem Detlev Maier vom Culinara hat uns die ganze Zeit immer voll unterstützt und beratend zur Seite gestanden.“ Ohne ihn und André Lomsky vom Stadtmarketing hätten es beide Schülerfirmen schwer gehabt, sind sich alle einig.

Gerade die Jungunternehmer von boddel-me, die  nachhaltige Glasflaschen mit individualisierbaren Aufdrucken vertreiben, trifft die Corona-Krise. „Wir fühlen mit den Rottweiler Geschäftsleuten mit“, erklärt deshalb auch Paul Schäfer, der Marketingler des Unternehmens. Zu Beginn hätten sie dank des neu angeschafften Trinkbrunnens am LG und den Verkäufen in den hiesigen Geschäften einen richtigen Run gehabt und wären kaum mit der Produktion nachgekommen. Man konnte sogar die ENRW als Kunden gewinnen. Seit März sei das Geschäft allerdings beinahe völlig zusammengebrochen. Auch boddel-me würde darauf hoffen, dass sich die Lage bald stabilisiere und man wieder einsteigen könnte.

Dass mit Corona alles anders wird, zeigt sich auch im diesjährigen Ablauf des Wettbewerbs. „Da Großveranstaltungen abgesagt sind, müssen wir auf Online-Plattformen ausweichen und uns mit Videos und Online-Interviews präsentieren“. So erläutert Laurenz Karrais, stellvertretender Geschäftsführer von rottweil-life den Ablauf des Wettbewerbs. Das tue aber der Freude darüber, dass beide Schülerfirmen des LGs sich unter den zehn auserwählten befinden, keinen Abbruch und so bestätigt auch ein strahlender Manuel Keller, stellvertretender Geschäftsführer von boddel-me, „Wir werden das Ding schon rocken!“ und seine Klassenkameraden pflichten ihm freudig bei. Jetzt heißt es Daumen drücken, wenn sich die beiden Firmen am 25. Mai der Junior Jury erneut präsentieren!

(Link zum Schwarzwälder-Boten: Mit Touristen-App auf dem ersten Platz)