Mit einer App das Geschehen der Stadt einfangen – damals wie heute!

Von Evelyn Lizenberg und Philipp Kaufmann, Jugendredaktion des LG

Warum hat das Schwarze Tor einen Stein, der überhaupt nicht zu den anderen passt? Welche Bedeutung haben die Gemälde an der Decke der Predigerkirche? Und für welches Werkzeug war Rottweil lange Zeit über die Landesgrenzen hinaus bekannt? Antworten auf diese Fragen, spannende Geschichten hinter der Geschichte und Fakten rund um Baden-Württembergs älteste Stadt liefert die neue Schülerfirma des Leibniz-Gymnasiums, „rottweil life – damals wie heute“.



Mit Hilfe einer App werden Besucher wie Einheimische in Zukunft spielerisch durch die Stadt geleitet, können mit virtual und augmented reality hinter „die Fassaden schauen“ und erfahren Spannendes zum Städtle und über manch berühmte Persönlichkeit.



Der spielerische Charakter kommt dabei nicht zu kurz. „Unsere App führt in einer Art Schnitzeljagd durch die Stadt und macht nicht nur auf unsere Sehenswürdigkeiten, sondern auch auf unsere Geschäfte und Gaststätten aufmerksam“, strahlt Enrico Güntert, Geschäftsführer der Schülerfirma „rottweil life“, zufrieden. Alexandra Flaig, Chefin der Finanzen, merkt dazu an: „der betriebswirtschaftliche Aspekt darf aber nicht zu kurz kommen und deshalb haben wir unser Konzept auch schon Detlev Maier, dem Vorsitzenden des GHV Rottweil, präsentiert, der von unserer Idee sehr angetan ist und uns in unserem Vorhaben unterstützt.“ So entstünde eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.



Der GHV ist aber nicht der einzige Kooperationspartner in diesem Projekt. Auch die Stadt Rottweil arbeitet an diesem Schüler-Projekt mit und hat es sogar in das zukünftige Stadtentwicklungskonzept aufgenommen.



„Damit unsere Inhalte auch abgesichert und historisch einwandfrei belegbar sind, freuen wir uns sehr, dass wir mit dem Rottweiler Geschichts- und Altertumsverein zusammenarbeiten dürfen, der uns sach- und fachkundig zur Seite steht“, erklärt Laurenz Karrais, stellvertretender Geschäftsführer.



Alle Ideen wären aber nichts, wenn nicht entsprechendes IT-Verständnis dahinter stecken würde. Die Programmierer der Schülerfirma Johannes Zill, Philipp Kaufmann und Jonas Birk freuen sich darüber, was sie durch die Zusammenarbeit mit der Oberndorfer Software-Schmiede Mitutoyo CTL Germany und der HFU Furtwangen erreichen können. „Es macht einfach Spaß, eine solche App zu entwickeln und zu programmieren. Wir lernen so viele neue Bereiche kennen und erweitern unser Wissen jeden Tag“, schwärmt denn auch Johannes Zill, Leiter der technischen Abteilung, über die professionelle Unterstützung.



Neben Inhalt und Struktur entscheidet meist gerade das Layout über Erfolg und Misserfolg einer solchen App. Das weiß auch Sven Peter, der Marketing-Leiter des Schülerunternehmens, der bereits bei Hugger Gestaltung in Rottweil ein berufsorientierendes Praktikum machen durfte und sich freut, dass Frank Hugger und sein Team bei der kreativen Umsetzung der Schüleridee beratend zur Seite stehen.



„Es begeistert mich immer wieder, wie offen und kooperativ alle Unternehmen und Einrichtungen in Rottweil auf unsere Schüler eingehen, sie bei der Umsetzung ihrer Ideen unterstützen und dadurch einfach wesentlich zum Erfolgskonzept der Schülerfirmen am LG beitragen“ erklärt die betreuende Lehrerin Silke Pach und ist gespannt, wie sich das Projekt in den nächsten Wochen entwickelt.

Bis Ende Februar soll die App soweit sein, dass sie in den Praxistest gehen kann und dann sowohl im App-Store wie im Play-Store erhältlich ist.