von Ingo Merz

Am Samstag, den 19. Januar machten sich die Schüler des Teams „Omegarobots“ auf nach Esslingen zum diesjährigen Regionalwettbewerb der First Lego League (FLL). Schon früh morgens wurde der Teambus beladen, um die sechs Schüler der 7. und 8. Klasse samt ihrem Coach Ingo Merz und einem begleitenden Elternteil zur FESTO AG nach Esslingen zu transportieren.

Bereits um 9 Uhr startete der Wettbewerb mit der Vorstellung der hochkarätigen Jury aus Forschung und Wirtschaft. Getaktet in einem engen Zeitplan mussten die Omegarobots zuerst in einer Teamaufgabe ihre Zusammenspiel unter Beweis stellen. Anschließend stand die Forschungspräsentation auf dem Programm, in der das Team von seinen Erfahrungen aus dem letztjährigen Wettbewerb profitieren und ein sehr respektables Ergebnis präsentieren konnte. Ebenfalls noch am Vormittag wurden in der Kategorie Roboterdesign sowohl die Funktionalität des aus LEGO-Technikteilen gebauten Roboters als auch die Programmierung in der dazugehörigen grafischen Programmierumgebung bewertet.

Nach einem schnellen Mittagessen wurde es spannend: Das Team trat in insgesamt drei Runden gegen insgesamt 15 Konkurrenten an, Teams aus Schulen und Forschungszentren vom Bodensee bis nach Stuttgart. Am Wettbewerbstisch galt es, mit seinem Roboter die aufgebauten Wettbewerbsaufgaben in einer vorgegebenen Zeit zu lösen. Passend zum diesjährigen Motto „Into Orbit“ mussten mit LEGO-Steinen modellierte Aufträge durch den zuvor progammierten Roboter erledigt werden; Satelliten mussten geborgen, Raumstationen versorgt und Marsrover abgesetzt werden. Die Omegarobots überstanden die Vorrunde trotz fehlerhafter Aufgabenaufbauten; im Viertelfinale ließ sie dann das Glück im Stich und sie mussten sich mit dem sechsten Platz in dieser Wertung begnügen.

Schon etwas resigniert erwarteten die Schüler bei der Siegerehrung wenigstens die Wiederholung ihres Vorjahreserfolges, einem 2. Platz in der Roboterdesignwertung. Zuerst konnten sich die Omegarobots jedoch über einen 2. Platz in der Wertung „Teamwork“ freuen. Wie geplant hatten sie die Erwartung der Jury voll erfüllt und durften den Pokal für das beste Roboterdesign entgegennehmen. Ganz zum Schluss kam für das Team die Riesenüberraschung: Insgesamt waren die Einzelwettbewerbe so gut bewertet worden, dass für das im Vergleich zu den anderen Teilnehmern doch noch sehr junge Team ein 2. Platz in der Gesamtwertung heraussprang!

Nach der ersten Euphorie kam jedoch eine Hiobsbotschaft, zumindest für das Team und seinen Betreuer, die mit diesem Erfolg nicht gerechnet hatten: Laut ersten Aussagen sollte der anschließende überregionale Wettbewerb, einer von vieren in ganz Deutschland, schon am folgenden Tag in Offenburg stattfinden! Schon hatte man den nächsten Start früh am nächsten Morgen geplant, als klar wurde, dass die nächste Wettbewerbsebene in einigen Wochen in Regensburg stattfinden würde. Ob das Team nun seinen Startplatz in diesem Wettbewerb antreten kann, muss in den folgenden Tagen und Wochen noch geklärt werden; Einigkeit herrscht bisher nur in der Ansicht, dass nicht nur der Samstag, sondern auch die zahlreichen Stunden der Vorbereitung eine lohnende Investition für diesen Erfolg waren.