Von Julian Pöltl (Schülerredaktion)

In der zweiten Schulwoche vom 17. bis zum 21. September standen am Leibniz Gymnasium die alljährlichen Studienfahrten für die Kursstufe 2 an. Die zukünftigen Abiturienten hatten bei vier verschiedenen Fahrten ein buntes Programm, welches optimal auf ihr Abitur zugeschnitten war.

Die erste Studienfahrt begann schon am frühen Sonntagmorgen, denn zuerst einmal stand eine lange Fahrt auf dem Programm und man wollte schließlich noch am selbigen Abend in Hastings auf der Englischen Insel sein. Von Hastings aus unternahm die Truppe dann verschiedene Exkursionen unter dem geschichtlich-geografischen Schwerpunkt, gepaart mit der Fremdsprache Englisch. Einer dieser Programmpunkte war das Schlachtfeld der Battle of Hastings, einer verlustreichen Schlacht, bei der die französischen Normannen vor fast 1000 Jahren einen ersten Sieg bei der Eroberung von England errangen. Ein weiterer geschichtsträchtiger Ort, welcher besucht wurde, war die Küstenstadt Dover, welche vor allem für ihre berühmten Kreidefelsen bekannt ist. In Dover waren für die Gruppe jedoch nicht die Kreidefelsen, sondern das Dover Castle von Bedeutung, denn diese Burg ist von jahrhundertelanger Geschichte geprägt. So wurden unter den Klippen befindliche Tunnel, die aus der Zeit Napoleons stammen im Zweiten Weltkrieg als Kommunikationszentrale genutzt. Doch auch die Geografie kam nicht zu kurz, so wurden die Seven Sisters, eine berühmte Kliffküste besucht. Nach dieser eindrucksvollen Fahrt waren dennoch alle Schüler froh, als sie am Freitagmittag aus dem Bus stiegen, denn endlich gab es wieder ordentliches Frühstück – eines hat sich auf dieser Studienfahrt auf jeden Fall gezeigt – Engländer haben einen eigenwilligen Geschmack.

Während einige Schüler im kalten England zugegen waren, konnten sich wieder andere in der kroatischen Sonne bräunen. Die Biologen des LG´s waren an der kroatischen Adria unterwegs, um sich mit der Meeresbiologie des Mittelmeeres zu befassen. Neben dem Besuch eines Aquariums und einigen Vorträgen und Erkundungen, die unter anderem schnorchelnd gemacht wurden, wurde auch ein Katzenhai seziert, was – vor allem bei den Teilnehmerinnen der Studienfahrt – auf gemischte Gefühle stieß. Doch bei aller Biologie war auch noch genug Zeit vorhanden, die man am wunderschönen Mittelmeerstrand verbringen konnte, so dass der leichte Teint der Studienfahrtteilnehmer zuweilen zu neidischen Blicken der Mitschüler führte.

Neidische Blicke kamen so zum Beispiel von den Teilnehmern der Studienfahrt Leipzig, welche neben Leipzig auch Weimar besuchten und dort unter anderem Goethes (Lust-)Gartenhaus besichtigten. Doch auch die Geschichtsinteressierten kamen auf ihre Kosten, da man neben dem Konzentrationslager Buchenwald auch eine interessante Ausstellung in Leipzig und das Völkerschlachtdenkmal besichtigte. Das Highlight auf dieser Studienfahrt war jedoch für alle Schüler die Besichtigung des BMW Werkes in Leipzig, wo neben der Produktion der klassischen Verbrenner auch die Produktion der Elektroautos auf helle Begeisterung bei den Schülern stieß. Ein Automobilwerk wurde auch von der Studienfahrt ins Ruhrgebiet besucht, doch nebenbei noch viel, viel mehr. Auf der wohl eindrucksvollsten Studienfahrt wurde das Ford-Werk in Köln besucht, wo man neben dem Presswerk, wo Stahlbleche mit gigantischen Pressen zu Karosserieteilen geformt wurden auch die vollautomatische Robotikhalle sah. Hunderte von Robotern, die in sinfonieähnlicher Kollaboration gemeinsam aus einigen Stahlteilen eine gesamte Karosserie fertigen sind sehr eindrücklich. Doch neben der Stahlverarbeitung wurde auch die Stahlproduktion besucht. Im letzten Stahlwerk Deutschlands erhielten die Schüler bei 50 Grad Celsius imposante Einblicke in eine riesige Industrieanlage. Neben Kränen, die 800 Tonnen schwere, mit flüssigem Stahl gefüllte Behälter mit Leichtigkeit heben sahen die Schüler auch, wie Stahl in riesigen Anlagen gekocht und „zubereitet“ wurde. Doch das Stahlwerk war nicht die einzige Industrieanlage, welche die Schüler besuchten, denn auch im Chempark Leverkusen, einem ehemaligen reinen Bayerwerk erhaschte man interessante Einblicke in die Industrienation Deutschland. Doch den Schülern wurde noch viel mehr geboten, so gab es auf dieser Studienfahrt auch ein ausgeprägtes kulturelles Programm und neben dem WDR und dem Braunkohletagebau in Garzweiler wurde noch viele mehr besucht, so dass den Schülern sehr viel geboten wurde.

Spaß hatten die Schüler natürlich auf allen Studienfahrten, doch das Lernen stand klar im Vordergrund, denn für die Abiturienten geht es schnurstracks auf das Abitur zu, welches schon in 6 Monaten ansteht. Hierzu wünschen wir allen Schülern viel Erfolg.