Ein erbsengroßes Algenbällchen ersetzt einen kostspieligen Test

von Norbert Kleikamp, Fotos: Jürgen Gräber
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Am Donnerstag und Freitag fand in Tuttlingen im Rahmen von "Jugend forscht" der Regionalentscheid Donau-Neckar statt. Das Leibniz-Gymnasium (LG) war gleich in mehreren Fachbereichen angetreten.
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Ein besonderer Publikumsmagnet war das Projekt ROV (remotely underwater vehicle), ein Unterwasserfahrzeug, das zukünftig auf den Segelschiffen des Leibniz Gymnasiums zum Einsatz kommen wird. Nach fünf Jahren Entwicklungszeit haben Kevin Tan und Krister Möller (Kursstufe 1) das Projekt so weit entwickelt, dass das ferngesteuerte Unterwasserfahrzeug auf dem neuen Forschungsschiff des Gymnasiums eingesetzt werden kann. .
Mit einem zweiten Platz im Fachbereich Chemie haben Evelyn Lizenberg und Adrian Maltez (Klasse 9b) knapp den Einzug in den Landeswettbewerb verfehlt. Mit etwa erbsengroßen Algenbällchen entwickelten sie einen Sauerstofftest, der sonst nur sehr aufwendig oder kostenintensiv durchgeführt werden kann.
Als vor einiger Zeit die schuleigene Solaranlage nach einer Abendveranstaltung aus Versehen abgeschaltet wurde, vergingen Tage, bis der Fehler entdeckt wurde. Marius Gaus (Klasse 10b) entwickelte dafür nun eine einfache Lösung, wie die Betriebsdaten an den Betreiber übermittelt werden können, ohne in die Elektronik der Steuerung eingreifen zu müssen. Dafür erhielt er einen dritten Platz im Bereich Technik und den Sonderpreis Erneuerbare Energien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Ebenfalls einen dritten Platz erhielt Lorenz Mei für sein Geländefahrzeug mit einem neuen Antrieb.
Die begleitenden Lehrkräfte Norbert Kleikamp, Philipp Bea und Jürgen Gräber freuen sich über die Erfolge der Schüler und sind stolz auf die vielen tollen Ideen, Erfindungen und Entwicklungen. "Wir sind sicher, dass unsere Schüler von solchen Ereignissen sehr viele gute und lehrreiche Erfahrungen mitnehmen und sehen, Schule ist so viel mehr als bloße Theorie", erklärt Kleikamp.
Die Projekte des Wettbewerbs und weitere spannende Entwicklungen und Erfindungen können Interessierte freitags von 14 bis 17.30 Uhr im Leibniz-Forschungszen­trum bewundern und sich von
Schülern und Lehrern erklären lassen. Anmeldung über das Sekretariat des LGs.
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